Mein Portrait – Nico Meißner

„Für mich begann wie bei vielen die Fliegerei familienbedingt mit knapp 14 Jahren. Großväter, Vater, Mutter, Onkel und Bruder waren der Fliegerei schon fest verbunden, somit wuchs ich auf dem Flugplatz auf und saß so früh wie möglich auf dem vorderen Sitz und erwarb direkt mit 16 Jahren die Segelfluglizenz. Bei mir im Verein, der Flugsportvereinigung Celle e.V. wird seit Jahren viel Wert auf Juniorenförderung und insbesondere die Förderung des Leistungsfluges gelegt was bedeutete, dass schon früh die ersten größeren Dreiecke auf der K6 geflogen wurden. Damit war der Grundstein gesetzt. Überlandflug macht mir Spaß! Schnell ging es auf die erste Juniorenqualifikation in Burgdorf, bei der ich den 6. Platz belegte und somit für die Deutsche Meisterschaft in Stölln und das niedersächsische D-Kader qualifiziert war.
Mein Glück sollte es sein, dass die beiden B-Trainer Steven Dehne und Heiko Braden sich genau in diesem Jahr dazu entschieden das niedersächsische D-Kader so richtig voran zu bringen und qualitativ hochwertig aufzubauen. Von diesem Jahr an gab es regelmäßig Wintertreffen und Trainigslager, perfekt aufeinander abgestimmte Theorie- und Praxiseinheiten. Viele erfahrene Spitzenpiloten baten ihre Hilfe bei den Trainingsmaßnahmen an und man konnte extrem viel für den weiteren Weg als Streckenflieger mitnehmen. In den ersten Jahren überwogen flugtaktische Tricks, später dann Tipps und Kniffe, die eher auf die psychische und emotionale Ebene zurückzuführen sind. Was mir in den letzten 6 Jahren sehr zu Gute kam, ist die erlernte Selbstrefelxion und das sich selbst verbessern in der Saison, außerhalb der Trainingslager. Immer mal wieder gibt es nette Telefonate mit Trainern oder Kaderkumpels und man fachsimpelt über die vergangenen oder kommenden Tage. Das motoiviert und hilft unbeschreiblich doll. Es ist nicht nur das gute, schnelle und effektive Fliegen was man lernt, ein wesentlicher Bestandteil meiner Zeit im D-Kader ist geprägt durch tolle, unvergessliche Teamleistungen und Momente mit einzigartigen, gleichgesinnten Menschen.
Altersbedingt scheide ich nun aus und ich freue mich, dass wieder einige junge und motivierte Piloten die Chance bekommen diese Zeit erleben zu können. Es lohnt sich und ich bin mir sicher, man wird sein ganzes Fliegerleben davon profitieren und daran zurück denken. Hoffentlich, denn es sind nur positive und schöne Gedanken.

Auf diesem unkomplizierten Wege ein abschließendes RIESEN DANKESCHÖN an alle Antriebe dieser Maßnahme (und das sind einige), namentlich auf meinen fliegerischen Werdegang bezogen sind auf jeden Fall zu erwähnen: Steven, Heiko, Jonas und Frerk. Ohne euch wäre es nicht auf diesem Niveau, wo es ist!“

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