Mein Portrait – Jan Ole Gödeke

Auf das Fliegen aufmerksam geworden bin ich durch meinen Vater, der als ich klein war Motorflug betrieben hat. Mit 14 Jahren habe ich dann im September 2012 die Probemonate in Uelzen angetreten. Da die Fahrerei sehr nervig war und die Schulung dort nur träge vonstattenging habe ich dann im Winter zum Theorieunterricht in Lüneburg angefangen. Aufgrund meiner Faulheit in Sachen theoretische Prüfung zog sich meine Ausbildung bis Ende 2015. Allerdings hatte ich in dieser Zeit schon viel Kontakt zur Wettbewerbsfliegerei und dem D-Kader, da ich häufig als Helfer bei Philip Frantzheld dabei war.
Mein erster Überlandflug nach dem Schein war ein angemeldetes 300km Dreieck, das motivierte mich ungemein und ich freute mich auf den Streckenfluglehrgang in Delmenhorst. Dort merkte ich schnell, dass ich trotz meiner wenigen Überlandflugerfahrung offensichtlich einige Dinge besser machte als meine Teamkameraden.

Mit meinem theoretischen Wettbewerbswissen aus den D-Kader Trainingslagern meldete ich mich 2017 dann für eine Juniorenquali an, um mich in den D-Kader zu fliegen. Das klappte erstaunlich gut und so hatte ich mit einem 5. Platz in Achmer einen Platz für die DMJ 2018 und den D-Kader sicher. Im darauffolgenden Jahr konnte ich beim Wintertreffen viel Wettbewerbstaktik und Streckenflug-Grundwissen lernen, welches im Trainingslager dann seine Anwendung fand. Danach flogen Frantzheld und ich die Seniorenquali in Jena mit und schafften es auf einen Nachrückerplatz für die Deutsche 2019, die wir allerdings nicht angetreten sind.

Die DMJ war dann mit einer Außenlandung vorm Abflug am ersten Wertungstag, zwar weniger von Erfolg gekrönt, dafür allerdings so lehrreich wie noch nichts zuvor und ein toller Wettbewerb. Die Möglichkeit mich mit den besten deutschen Junioren zu vergleichen und zu messen hat mir viele Fehler und Schwächen aufgezeigt und auch sehr viel Spaß gemacht.

Im vergangenen Jahr bin ich dann nach dem Trainingslager die Juniorenquali in Oerlinghausen zusammen mit Sebastian Steffens geflogen. Der Wettbewerb sollte eigentlich im Saarland stattfinden, leider wurde er versetzt in die als “Thermikparadies” bepriesene Senne im Weser Bergland. Im Gegensatz zu meinen vorherigen Wettbewerben stellte mich dieser vor ganz neue Herausforderungen, hier war nicht Geschwindigkeit entscheidend, sondern Ausdauer, an 3 Weitwurfwertungstagen reichte es leider nur für einen Nachrückerplatz für die DMJ 2020. Ein kleiner Trost war der DMSt Sieg in der Junioren Club Klasse in Niedersachsen mit ebenfalls lächerlich wenigen Punkten.

Ich hoffe das kommende Jahr ist wieder mit besserem Wetter bestückt und ich freue mich ungemein auf das Trainingslager mit dem neuen D-Kader, besonderen Dank möchte ich an Frantzheld richten, der mir seit meiner Ausbildung fast alles Fliegerische beigebracht hat und ich ohne ihn vermutlich immer noch Platzrundenflieger wäre.

Text: Jan Ole Gödeke
Foto: Jan Ole Gödeke

Jan Ole Goedeke (LV Lüneburg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.