Mein Portrait – Dennis Polej

Von vielen Fliegerkameraden hörte ich Geschichten, wie sie bereits von klein an auf dem Flugplatz waren und es daher unumgänglich war, dass sie selbst eines Tages als Pilot ins Cockpit steigen würden. Wenn ich gefragt werde, wie ich zum Segelfliegen gekommen bin, hört sich das ganz anders an: Ich war 16 und hatte neben der Schule ziemlich wenig zu tun.
Vom Segelfliegen hatte ich bis dato noch gar nichts gehört. Die Suche im Internet nach lokalen Sportvereinen spuckte viele Ergebnisse aus. Nur ein Eintrag hatte mein Interesse geweckt. Schnell wurde über die Homepage des LSV Gifhorns Kontakt aufgenommen und ein Schnuppertermin vereinbart. Ich verbrachte einen Tag am Flugplatz und durfte den letzten Start des Tages als Gast miterleben. Im Nachhinein betrachtet handelte es sich lediglich um eine kurze Platzrunde bei schlechtem Wetter, allerdings war mir sofort klar: Dieses Hobby ist was für mich.

Von da an ging alles ganz schnell: Im Sommer 2009 begann ich meine Ausbildung, zwei Monate später der erste Alleinflug, im Frühjahr des nächsten Jahres wurde der Rest des Ausbildungsprogramms abgearbeitet und bereits im Sommer, noch eine Woche bevor ein Jahr seit Ausbildungsbeginn vergangen war, konnte ich die begehrte Lizenz in den Händen halten.

Es folgten zahlreiche Überlandflüge, die zu Erfolgen in der Junioren Standard Klasse der DMSt in Niedersachsen führten. An Wettbewerbe, die über das lokale Vergleichsfliegen hinausgingen, hatte ich mich nicht herangetraut.
Das änderte sich, als ich 2015 in den niedersächsischen D-Kader aufgenommen wurde. Das systematische Training mit Theorietreffen im Winter und Trainingslager im Frühjahr in Kombination mit begeisterten Trainern und einer Truppe, die genauso flugbegeistert ist wie ich, motivierten mich, 2017 an meiner ersten Juniorenquali teilzunehmen. Die lief dann auch so gut, dass ich 2018 an meiner ersten DMJ teilnehmen kann.
Ich freue mich auf die letzten beiden mir verbleibenden Jahre im D-Kader, bevor ich altersbedingt ausscheide. Eines kann ich bereits jetzt schon sagen: die vergangen zwei Jahre im Kader haben meine Streckenfliegerei enorm vorangebracht.

Text: Dennis Polej
Bild: Dennis Polej

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