Deutsche Meisterschaft der Junioren 2018 in Grabenstetten

Vom 29.7. bis zum 10.8 fanden die Deutschen Meisterschaften der Junioren 2018 im Streckensegelflug in Grabenstetten statt.
Der Flugplatz befindet sich gleich an der wunderschönen schwäbischen und bietet somit eine hervorragende thermische Ausgangslage, denn der Schwarzwald war auch nicht weit entfernt. Team Niedersachsen nahm mit insgesamt sieben Piloten teil, vier davon in der Standardklasse und drei in der Clubklasse. Das Camp beheimatete circa 15 Personen mit Helfern. Um Missverständnisse gleich zu vermeiden wer sich in dem Bereich der zwei großen Event Shelter herumtreibt wurde die Niedersachsenflagge schleunigst gehisst. Nachdem wir mit Entsetzen ansehen mussten wie NRW eine 250cm Flagge an einem Fahnenmast bzw. eher Fahnenbaum gehisst hat, musste schleunigst aufgerüstet werden. Zwei Tage später kam eines von vielen Paketen für NK auf dem Flugplatz an.

Am 29.7. ging es gleich mit dem ersten Wertungstag los, wir trafen uns um 7:30Uhr an den Hängern zum Aufrüsten. Sieben Rümpfe haben in weniger als 10 Minuten ihre dazugehörigen Flächen gehabt und dann begann auch schon die Kunst des Tankens für die Standardklasse, Nico hat in 10 Minuten alles an Wasser drin gehabt, Dennis brauchte in etwa das Doppelte der Zeit und sagen wir mal so Hauke und ich konnten noch etwas vor dem Briefing essen. In den nächsten Tagen spielte sich allerdings deutlich mehr Routine ein. Beim Briefing wurde gutes Wetter prognostiziert und Aufgaben zwischen 350 und 450km gestellt. Wir waren bester Dinge einen guten ersten Wertungstag hinter uns bringen zu können. Leider haben sich in beiden Klassen Piloten aus dem Niedersächsischen Team gleich am ersten Tag rausgeschossen. Ich habe mich vor dem Abflug auf ein gemähtes Kornfeld geschmissen (Diese sollte ein paar Tage später von Jan Knischewski in ähnlicher Situation besucht werden) und Jan Ole hat sich vor dem Abflug auf seinen Lieblingsflugplatz Laichingen abgelegt. Kleiner Tipp am Rande, Rückschlepps aus Laichingen nach Grabenstetten sind sehr preiswert.

Die ersten sind in der Standardklasse an diesem Tag mit Schnittgeschwindigkeiten von 130km/h in der Standard- und 110km/h in der Clubklasse geflogen. Es war einfach Hammerwetter mit über 3000m Basis, Wolkenstraßen und klasse Steigwerten.

Nach mehreren Tagen in solchen Bedingungen fragten wir uns ernsthaft, warum man sich noch die Mühe macht Flugzeuge nach Afrika zu verschiffen, wenn die Clubklasse auf der Alb Schnittgeschwindigkeiten von unglaublichen 137km/h (Hauke mit der P9) fliegt. Einige Tage mussten wir aufgrund von sich bildenden Gewittern oder Abschirmungen leider neutralisieren. Den einen Tag gab es allerdings für die Clubklasse eine Wertung, die konnten sich von dem Gewitter retten und an die Abfluglinie begeben. In der Standardklasse hat uns das Gewitter jegliche Chancengleichheit genommen und es wurde neutralisiert. An dem Tag wurden am Flughafen von Stuttgart Böen von 42kt gemessen und Jan Ole holte den Tagessieg. Insgesamt hatten wir echt gutes Wetter was mit 8 Wertungstagen in der Standard- und 9 in der Clubklasse unterstrichen wird. Für das niedersächsische Team ging mit diesen knapp 10 Wertungstagen ein erfolgreicher und vor allem ein besonders lehrreicher Wettbewerb zu Ende. Hauke hat sich mit dem fünften Platz in der Clubklasse sogar in die Nationalmannschaft der Clubklasse Junioren fliegen können.

Text: Wilm Ahrens
Bilder: Wilm Ahrens



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