Mein Portrait – Sebastian Steffens

Schon als Kind war ich häufig mit meinem Vater, der früher selbst Segelflieger war, auf dem Flugplatz
und schaute den Flugzeugen beim Starten und Landen zu.
Wir wohnen in unmittelbarer Nähe zum Flugplatz, sodass er immer präsent für mich war.
Mit 13 Jahren war es dann soweit, mithilfe einer Sondergenehmigung konnte ich Anfang 2011
meine Ausbildung beginnen, ab diesem Zeitpunkt verbrachte ich jedes Wochenende auf dem
Flugplatz, nach ca. 60 Starts absolvierte ich 2 Tage nach meinem 14. Geburtstag meine ersten
Alleinflüge, kurze Zeit später schulte ich auf die Ka6 um.
Zu dieser Zeit ließen meine Fluglehrer mich schon häufig mehrere Stunden am Stück fliegen.
2012 und 2013 verbrachte ich größtenteils alleine im Flugzeug und sammelte viel Erfahrung.
2014 sollte es endlich soweit sein meine praktische Prüfung zu absolvieren. Jedoch begann die
Saison mit einem herben Rückschlag, ich verlor mein Medical auf unbestimmte Zeit…
Der Frust war natürlich riesig, konnte meine Lust aufs Fliegen jedoch nicht schmälern.
So war ich vorerst an den Doppelsitzer gebunden, dank der anderen Scheininhaber kam ich trotzdem
jedes Wochenende in die Luft. Ein besonderer dank geht an dieser Stelle an Klappi, Stephan und
Olga, die den einen oder anderen Hammertag mit mir im Twin flogen anstatt im Einsitzer.
Ich verbrachte weiterhin jeden freie Minute auf dem Flugplatz, so sammelten sich über die Jahre
2014, 2015 und 2016 viele größere Strecken von 400 bis fast 600km auf dem Twin Astir an. In dieser
Zeit lernte ich natürlich viel über die Streckenfliegerei.
2017 war es dann so weit, nach über 3 Jahren Doppelsitzerfliegerei erhielt ich am 30.05, während
des D-Kadertrainings in Celle, auf dem ich als Helfer dabei war, von meinem Vater einen Anruf.
„Dein Medical ist da, du darfst wieder fliegen.“ Die Freude war natürlich riesig.
Die Verwunderung im Verein als ich am folgenden Wochenende in den Astir CS stieg und einfach
startete war natürlich groß, die meisten wussten schließlich noch nicht von meinem Glück.
Nun ging es in großen Schritten voran, die bereits abgelaufene Theorieprüfung schrieb ich noch
einmal und dann ging es zur praktischen Prüfung.
Anfang September 2017 war ich, nach über 6 Jahren, endlich Scheininhaber.
2018 ging es dann direkt mit der Streckenfliegerei weiter, das in den vorherigen Jahren gesammelte
Wissen half mir ungemein und so konnte ich in meinem ersten Jahr als „richtiger“ Scheininhaber
direkt Strecken von über 700km fliegen.
2019 flog ich meine bisher größte Strecke, einmal um Berlin, als Erster überhaupt von Lüneburg aus.
Das macht natürlich stolz. Im Juni flog ich meinen ersten Wettbewerb, die Junioren Quali in
Oerlinghausen, und belegte den 4. Platz welcher mich in den D-Kader brachte.

Text: Sebastian Steffens
Bild: Sebastian Steffens

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