Deutsche Meisterschaft Zwickau 2019

Zwar haben Hauke und ich bereits an einigen deutschen Juniorenmeisterschaften teilgenommen, jedoch war die DM Zwickau dieses Jahr unsere erste Teilnahme in der Hauptkonkurrenz.

Das Fluggebiet war uns durch die vergangenen Teilnahmen bereits größtenteils bekannt, jedoch ist das Fliegen im Erzgebirge und dem Thüringer Wald doch immer wieder etwas Besonderes. Auch die Streckenwahl in diesem Jahr war aufgrund der Wetterlage teilweise besonders, sodass wir ein Fluggebiet von insgesamt ca. 60.000 Quadratkilometern befliegen konnten.

Der erste Flugtag wartete direkt mit einer Überraschung. Nach später Abflugfreigabe landeten über 20 Flugzeuge unserer Klasse auf dem Segelflugplatz Riesa-Canitz, nachdem die Strecke bereits zuvor sehr anspruchsvoll war. Der Platz im Mittelfeld sollte für die kommenden Wertungstage die beste Platzierung für Hauke und mich sein. Es folgten zwei schnelle Tage mit Streckenlängen von knapp 320 und 275 Kilometern, bei denen wir aufgrund von zentralen Fehlentscheidungen zu langsam waren. Wir fanden uns somit nach drei Wertungstagen im hinteren Mittelfeld wieder. Spätestens jetzt war gezeigt was uns schon vorher klar war: Fehler werden hier noch härter bestraft als bei deutschen Juniorenmeisterschaften, denn hier kann jeder sehr gut fliegen. An dem vierten Wertungstag schaffte es Hauke Platz 15 zu erfliegen, während ich Schwierigkeiten hatte nicht außenzulanden und mich am Tagesende mit dem 36. von 44 Plätzen zufriedengeben musste. Die Luft bei mir war vorerst raus, sodass ich am schwierigen nächsten Tag die sichere Außenlandung dem knappen Rumkommen vorzog. Hauke schaffte den Endanflug besser und konnte sich im Vegleich zu mir fast doppelt so viele Punkte sichern. Am Sechsten und somit vorletzten Wertungstag kamen wir gemeinsam nach einem guten Flug auf dem Flugplatz an und konnten mit dem 12. bzw. 14. Platz ein Ergebnis zu unserer Zufriedenheit einfliegen, auch wenn wir wie immer in den Tagen zuvor mehrere Schlüsselstellen mit Verbesserungspotential ausmachen konnten. Der letzte Wertungstag sollte mit 373 Kilometern die längste Flugstrecke mit sich bringen. Einmal in den Westen vom Thüringer Wald runter, anschließend das Erzgebirge entlang in den Osten bis zum für seine Uhren bekannten Ort Glashütte und zurück nach Zwickau. Nach etwas über 4 Stunden Flugzeit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 90 km/h landeten wir auf dem 3. und 5. Tagesplatz.

Ein versöhnliches Ende für einen für mich lehrreichen Wettbewerb, den Hauke auf dem 23. mit geringen Punktabständen nach vorne und ich auf dem 36. Platz mit starkem Verbesserungspotential für die nächste Teilnahme abgeschlossen haben.

Text: Leif Eichhorn
Fotos: Leif Eichhorn

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